Landschaften

Es geht weiter mit Jasmin, dieses Mal ins Feld

Da wir im Wald so viel Spaß hatten, ging es ein paar Tage später, rechtzeitig zum Sonnenuntergang, noch ins Feld, bevor auch das letzte für dieses Jahr gemäht wird. Ich mag Gegenlichtaufnahmen ja unheimlich gerne, noch lieber aber, wenn sie von vorne geblitzt werden. Das haben wir hier gemacht und ich muss sagen, die Ergebnisse sind wirklich toll geworden. Vielen Dank, Jasmin, für das wundervolle Shooting.

Jana und Sascha

Wandbilder von Saal Digital

Nach meinem Test eines Fotobuchs von Saal Digital wollte ich auch deren Wandbilder mal getestet haben. Glücklicherweise gab es auch für diese ein Testprogramm, an dem ich teilnahm. Ich entschied mich dieses Mal bewusst für ein eher schwieriges Motiv und belichtete dieses Bild.

Gran Canaria

Wie unschwer zu erkennen ist, ist das Bild ziemlich dunkel und verfügt über viele kleine Strukturen.

Ich bestellte das Bild auf Alu-​Dibond Butterfinish in der Größe 50×75 und bestellte außerdem die Standardaufhängung dazu. Diese kostete 7 € Aufpreis, was in Ordnung war.

Ansonsten bin ich aber sehr zufrieden gewesen mit der Qualität und der Lieferzeit, wie auch schon bei meinem Fotobuch. Die vielen kleinen Strukturen, also die Sterne am Himmel, sind nach wie vor gut erkennbar. Ein Foto des Bildes würde wenig nützen, deswegen veröffentliche ich an dieser Stelle keines.

Der „Listenpreis“ für diesen Druck beträgt 72,90 €, ist also nicht ganz billig. Wie der Preisliste von Saal Digital zu entnehmen ist, gibt es noch eine ganze Reihe anderer Formate und Materialen, zu denen ich natürlich nichts sagen kann. Das Dibond-​Material sieht toll aus und fühlt sich sehr wertig an. Die Verpackung war auch entsprechend gut, damit das teure Stück Metall keine Kratzer bekommt.

Ich bin zufrieden, ob ich aber den nicht-​rabattierten Preis bezahlt hätte, weiß ich nicht.

DJI Osmo Mobile

Wer gerne filmt, kennt das Problem : Freihand aufgenommene Videos kennzeichnet insbesondere eines, das Wackeln. Da kann man noch so sehr versuchen, sich wenig auf und ab zu bewegen, man bekommt es einfach nicht raus. Die Hersteller von Kameras und Smartphones reagieren mit sowohl in Soft– als auch in Hardware gelösten Stabilisatoren, um dem Problem entgegen zu treten. In Software realisierte Stabilisatoren haben aber ein großes Problem. Man verliert einen Teil des Bildes, weil die verwendeten Algorithmen versuchen, vom Zentrum des Bildes aus das Gesamtbild stabil zu halten. Alle Bestandteile, die nicht in jedem Videobild zu sehen sind, werden mehr oder weniger abgeschnitten. So kann man mit einem 4 K-​Stream ein toll stabilisiertes 1080p-​Bild erzeugen, aber eben auch nicht mehr. Außerdem fehlt natürlich ein Teil der Informationen im Videobild. Das ist also, aller Einfachheit zum Trotze, eine eher unbefriedigende Lösung.

Der zweite Ansatz ist, die Kameralinse flexibel aufzuhängen. Sie bewegt sich also mit. Aber auch dieser Ansatz kann nur bis zu einem bestimmten Maße Bewegungen kompensieren und wird deswegen häufig mit in Software implementierten Lösungen kombiniert. Diese Lösung verspricht zwar eine höhere Auflösung und eine höhere Videoqualität, ist aber immer noch nicht optimal.

Beim DJI Osmo Mobile handelt es sich um einen so genannten Gimbal. Wer sich schon mal mit Kamera-​Coptern befasst hat, wird notgedrungen über diesen Begriff gestolpert sein, denn Luftaufnahmen ohne Gimbal sind einfach nur eins : furchtbar verwackelt. Jede bessere fliegende Kamera verfügt somit über einen solchen Gimbal, um sämtliche abrupten Bewegungen zu kompensieren und ein stabiles, weiches Video zu erzeugen. Aber auch am Boden machen sich solche Geräte gut.

Für meine Actioncam, die GitUp Git2 , habe ich schon vor geraumer Zeit einen Gimbal gekauft, den Rollei eGimbal G4 . Mit ein wenig Übung bekommt man wunderbar weiche Videos mit diesem Gerät gezaubert, das Gewackel ist verschwunden. Und die in Software realisierte Stabilisierung kann ausgeschaltet werden. Die Kamera ist für den Preis ein absoluter Hit, aber sie ist und bleibt eine Actioncam, deren Bild sich u.a. dadurch auszeichnet, dass es gerade zu den Rändern hin stark verzerrt. Das iPhone eignet sich deutlich besser als Kamera, insbesondere dann, wenn man die Videos mit denen aus anderen Geräten kombinieren möchte, die einen ähnlichen Aufnahmewinkel haben, wie bspw. meinem DJI Phantom 3 Standard Schneidet man das Material zusammen, prallen Welten aufeinander. Der Blickwinkel des Phantom entspricht in etwa dem eines iPhone, im Gegensatz zur typischen Actioncam, die einen deutlich größeren Winkel hat. Es gibt Software, mit deren Hilfe man diesen Effekt abschwächen oder gar ganz aufheben kann, diese bedeutet aber einen weiteren Schritt im Postprocessing. Also entschied ich mich, mein iPhone stabiler zu machen.

Vom Hersteller des Rollei-​Gimbal, Feiyu, gibt es auch einen Gimbal für das iPhone, der aber deutlich teurer ist, als sein Pendant für die GoPro-​kompatiblen Kameras. Er kann aber auch nicht mehr. Als DJI dann vor einer geraumen Weile den Osmo vorstellte, war mein Interesse geweckt. Der Preis war aber auch nicht ganz ohne, die Entscheidung schob ich auf. Bis jetzt vor Kurzem der Osmo Mobile vorgestellt wurde. Der Preis liegt in etwa auf dem gleichen Niveau wie das Gerät von Feiyu, die Funktionalität ist aber deutlich besser.

Der Osmo Mobile kann noch viel mehr, als „nur“ das Bild des iPhone zu stabilisieren. Über die DJI-​App DJI Go kann man Panoramen verschiedener Façon aufnehmen. Mithilfe des eingebauten Joysticks kann man die Aufnahmeposition des iPhone während der Aufnahme butterweich verändern. Der Osmo Mobile verfügt außerdem über Knöpfe, um sowohl eine Foto– als auch eine Videoaufnahme zu starten, ohne das iPhone dazu berühren zu müssen. Mit dem ActiveTrack-​Feature kann man dafür sorgen, dass der Gimbal, sofern er stabil steht, den Bewegungen eines markierten Objekts, bspw. einer Person folgt. Mit Motion-​Timelapse kann man automatisiert bewegte Zeitraffer-​Aufnahmen erstellen. Bewegt in dem Sinne, dass sich das Telefon über das Motiv bewegt.

Gerade für Hochzeits– und Urlaubsfilme ist ein solches Gerät eine echte Bereicherung. Ich freue mich schon jetzt drauf, dieses auf der nächsten Hochzeit einsetzen zu können.

Stabil und günstig

Bis vor Kurzem plagte ich mich noch mit einem unsäglichen Drei-​Wege-​Kopf auf meinem Stativ rum. Ich wollte unbedingt ein leichtes, kompaktes Reisestativ haben, das ich bei Cullmann auch fand. Leider war das Stativ aber mit einem 3-​Wege-​Kopf ausgestattet. Wie diese Dinger nerven. Bis man da endlich den richtigen Winkel getroffen hat, ist es nachts. Nein, natürlich nicht, aber mal eben schnell ist mit so einem Kopf nicht, wenn man die Kamera, die natürlich auch einiges wiegt, präzise ausrichten möchte.

Jetzt beschäftigte ich mich aber doch noch mal mit der Materie und schaute mich auf dem Stativmarkt um. Wer möchte, kann richtig viel Geld für diese Dinger ausgeben. Die verwendeten Materialien in der Oberklasse lesen sich dafür aber auch wie das Who is Who der Leichtbauklasse. Für den Anfang darf es aber ruhig etwas günstigeres sein. Die Hauptsache für mich war aber, dass dieses Mal ein Kugelkopf zum Einsatz kommt. Sekundär, aber auch nicht unwichtig, war die Arbeitshöhe.

Ich ließ mir zwei Stative kommen, das mantona Scout MAX und das AmazonBasics Stativ mit Kugelkopf. Beide spielen von den technischen Daten her in etwa der selben Liga. Das mantona fand ich in einer Vergleichstabelle von Stativen unter den Preis-​/Leistungshits. Es kostet mit Tasche in etwa 100 €. Das Amazon sollte, trotz sehr ähnlicher Daten, nur etwas mehr als die Hälfte kosten. ich verglich also beide Stative miteinander, um mir selbst ein Bild zu machen.

Das mantona ist in der Tat besser verarbeitet und macht insgesamt einen wertigeren Eindruck als das Dreibein von Amazon. Es hat aber auch nicht nur Vorteile : Die Arretiervorrichtung für die Beine ist so schwergängig, dass ich nach einigen Verstellvorgängen Schmerzen im Daumen hatte. Das restliche Handling ist aber tadellos. Alle Hebel und Griffe sitzen an der richtigen Stelle und lassen sich einfach verstellen.

Das Stativ aus dem Hause Amazon überzeugte mich vom ersten Eindruck an mit seiner geringeren Packgröße. Gerade beim Reisen nicht gerade unwichtig. Außerdem finde ich die Idee, die Beinhöhe nicht über Clips, sondern mit Gewindeschrauben einzustellen ziemlich clever. Fühlt sich angenehmer an und geht nicht so sehr auf die Finger. Der Kugelkopf ist leichtgängig und etwas kleiner und leichter als der des mantona-​Stativs. Dadurch fühlt er sich zwar weniger wertig an, wiegt dafür aber auch weniger. Auch das ist in meinem Falle ein Pluspunkt, da ich das Stativ auf meinen Reisen immer mit mir führen möchte.

Die Arbeitshöhe von rund 157 cm bei beiden Stativen empfinde ich als ausreichend. Gerade bei schweren Objektiven hätte ich eh ein wenig Sorge, dass die Kamera zu schnell umkippt, wenn sie noch höher steht.

Meine erste Reise mit dem Stativ trete ich zeitnah an. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es mir gute Dienste leisten wird. Wer in der Preisklasse unter 100 € nach einem Stativ mit hoher Arbeitshöhe und Kugelkopf sucht, sollte sich das AmazonBasics-​Stativ, aber auch das von mantona näher anschauen.

Mein neues Reisezoom : AF-​S DX NIKKOR 18 – 105 MM 1 :3,5 – 5,6G ED VR

Noch sperriger geht ein Name wohl kaum, aber sei es drum. Kürzlich bestellte ich mir das Buch Die Fotoschule in Bildern. Fotografieren auf Reisen von Stefano Paterna. Ein sehr lesenswertes Buch, wenn man gerne auf Reisen fotografiert. Stefano beantwortet in diesem Buch viele Fragen, die man als geneigter Reisefotograf hat. Unter anderem auch die Frage des Equipments. Ich frage mich immer, ob es wirklich notwendig ist, wenn ich auf Reisen fast mein gesamtes Equipment mit mir herumschleppen muss. Andererseits hatte ich schon immer Schwierigkeiten, mich festzulegen. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden, welche Linse(n) zuhause bleiben muss.

Stefano schilderte in diesem Buch, dass er den Großteil seiner grandiosen Bilder mit einer Vollformatkamera und einer Brennweite von 24 — 105 mm geschossen hat. Gut, mit einer Vollformatkamera kann ich nicht dienen, aber die Brennweite sollte sich doch so in etwa finden lassen. Und ich bin fündig geworden. Das AF-​S DX NIKKOR 18 – 105 MM 1 :3,5 – 5,6G ED VR entspricht in etwa der Brennweite, die Stefano als mitnehmenswert empfindet.

Jetzt war es vor wenigen Tagen so weit : ich musste geschäftlich nach Rom. Da ich nicht gewillt war, stundenlange Zwischenstopps an Flughäfen in Kauf zu nehmen, entschloss ich mich, einen Tag hinten dranzuhängen. Die gewonnene Zeit sollte fotografisch genutzt werden. Das frisch erworbene NIKKOR-​Objektiv landete nebst Aufsteckblitz (ich berichtete), Gorilla-​Stativ und kompakter Kameratasche im Handgepäck. Und tatsächlich fehlte es mir an gar nichts. Ich befürchtete erst, dass ich mit maximal 105 mm Brennweite nicht weit käme, aber auf der anderen Seite will ich Gebäude und Menschen fotografieren, keine wilden Tiere. Das untere Ende des Brennweitenbereichs war mit 18 mm für den Stadtbetrieb optimal. Und, im Gegensatz zu einem mittlerweile wieder verkauften Reisezoom mit einem Brennweitenbereich von 18 — 250 mm enttäuscht die NIKKOR-​Linse auch nicht mit zu geringer Schärfe.

Mit diesem Objektiv ist Nikon, die guten Rezensionen bei Amazon bestätigen dies, wirklich ein großer Wurf gelungen. Das Objektiv ist leicht, verfügt über einen eingebauten Bildstabilisator und ist dazu auch noch ziemlich kompakt. Alles Attribute, die einem Reiseobjektiv zugute kommen. Und bei einem Preis von deutlich unter 250,- € kann man hier wirklich nicht viel falsch machen.

Wer also gerne mit leichtem Gepäck verreist und trotzdem gute Bilder machen möchte, sollte sich, sofern er Nikon-​Fotograf ist, diese Linse genauer anschauen. Meine Empfehlung hat sie. Meine Reisebilder aus Rom zeigen auch eindrucksvoll die Abbildungsleistung der Linse. Bis auf eine gewisse Perspektivenkorrektur und Weißabgleichanpassungen sind die Bilder nahezu unbearbeitet. Die Schärfe entspricht dem, was die Linse zulässt.