Ella an der Northeimer Seenplatte

Sindy und ich trafen uns mit der bezaubernden Ella an der Northeimer Seenplatte, wo wir die vom Menschen geformte Landschaft für einige sommerliche Bilder nutzten. Das war Ellas erstes Fotoshooting und ich muss sagen, dass sie sich super geschlagen hat. Da ihr das so viel Spaß gemacht hat, werdet ihr demnächst noch mehr Fotos von ihr zu sehen bekommen, das steht jetzt schon fest.

Tessa am Selkefall

Sindy und ich waren gemeinsam mit Tessa am Selkefall und haben sie dort fotografiert. Das Wasser war kalt, aber die Kulisse ein Traum. Wir hatten auf jeden Fall einen riesengroßen Spaß und haben noch viele weitere Facetten dieser Kulisse entdeckt, die wir bei weiteren Shootings hoffentlich auch ausnutzen können werden.

Neue Websites

Es war an der Zeit, eigenständige Websites für meine Hochzeitsfoto– und –videografien zu bauen und heute war es dann so weit. Entsprechend verschwinden diese Fotografien nun von dieser Website.

Meine neuen Websites finden sich unter Der Hochzeitsfotograf Ulf Klose und Der Hochzeitsvideograf Ulf Klose.

Über Feedback freue ich mich natürlich.

Saal Digital — Fotobuch mit Leinencover

Kürzlich hatte Saal Digital mal wieder eine Werbeaktion laufen, dieses Mal mit ihrem neuen Leinencover. Habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen wollen und für Jana und Sascha ein Fotobuch gebaut.

Wie üblich bei Saal Digital, und wie auch in meinen vorigen Rezensionen erwähnt, macht der Prozess des Erstellens schon fast Spaß. Die Software ist gut und übersichtlich gestaltet und man kommt recht schnell zu einem Ergebnis.

Das Cover fühlt sich gut an, im Gegensatz zum Ledercover, das ich beim letzten Mal verwendete, lässt sich es sich individuell bedrucken, was mir sehr gefiel und auf dem Foto auch zu sehen ist.

Mir gefällt das Leinencover sehr gut und ich würde es vermutlich beim nächsten Mal auch dem Ledercover vorziehen, allein schon, weil ich es bedrucken kann, es aber trotzdem nicht einfach ein simples Papiercover ist.

Jana und Sascha

Tessa und Peter

Vergangenen Sonntag war es dann so weit, dass ich meine nagelneue Blitztechnik einweihen durfte. Die zauberhafte Tessa und ihr Freund Peter stellten sich bereitwillig als Modelle zur Verfügung. Wir verschwanden dann mit Sack und Pack in einem frühlingshaften Waldstück, wo dann die Bilder dieser Serie entstanden sind. Rund drei Stunden später und einige Insektenstiche später waren viele tolle Bilder auf meinen Speicherkarten, die ich euch hier natürlich präsentiere.

Die Blitztechnik wird ab sofort auch Bestandteil aller meiner Hochzeitsreportagen sein. Wenn ihr auch so stimmungsvolle Bilder von euch haben wollt, meldet euch.

Wandbilder von Saal Digital

Nach meinem Test eines Fotobuchs von Saal Digital wollte ich auch deren Wandbilder mal getestet haben. Glücklicherweise gab es auch für diese ein Testprogramm, an dem ich teilnahm. Ich entschied mich dieses Mal bewusst für ein eher schwieriges Motiv und belichtete dieses Bild.

Gran Canaria

Wie unschwer zu erkennen ist, ist das Bild ziemlich dunkel und verfügt über viele kleine Strukturen.

Ich bestellte das Bild auf Alu-​Dibond Butterfinish in der Größe 50×75 und bestellte außerdem die Standardaufhängung dazu. Diese kostete 7 € Aufpreis, was in Ordnung war.

Ansonsten bin ich aber sehr zufrieden gewesen mit der Qualität und der Lieferzeit, wie auch schon bei meinem Fotobuch. Die vielen kleinen Strukturen, also die Sterne am Himmel, sind nach wie vor gut erkennbar. Ein Foto des Bildes würde wenig nützen, deswegen veröffentliche ich an dieser Stelle keines.

Der „Listenpreis“ für diesen Druck beträgt 72,90 €, ist also nicht ganz billig. Wie der Preisliste von Saal Digital zu entnehmen ist, gibt es noch eine ganze Reihe anderer Formate und Materialen, zu denen ich natürlich nichts sagen kann. Das Dibond-​Material sieht toll aus und fühlt sich sehr wertig an. Die Verpackung war auch entsprechend gut, damit das teure Stück Metall keine Kratzer bekommt.

Ich bin zufrieden, ob ich aber den nicht-​rabattierten Preis bezahlt hätte, weiß ich nicht.

Wie kommen meine Preise zustande ?

Jeder hat sich sicherlich schon mal gefragt, wie die Preise gerade von Hochzeitsfotografen zustande kommen und wieso diese häufig 100 € und mehr pro Stunde vor Ort geleisteter Arbeit berechnen. Mit diesem Artikel möchte ich versuchen, das Mysterium zu lüften und ein wenig Transparenz in die Geschichte zu bringen.

Vor und nach der Hochzeit wird auch gearbeitet

In der Regel findet vor der Hochzeit ein Treffen zwischen Paar und Fotograf statt. Dieses Vorgespräch erfolgt in der Regel ohne Berechnung, die Zeit muss der Fotograf trotzdem aufwenden. Verläuft das Gespräch zur beidseitigen Zufriedenheit, wird ein verbindlicher Vertrag ausgearbeitet. Auch das kostet Zeit.

Kurz vor der Hochzeit liegt es nahe, dass der Fotograf sich die Location(s) anschaut. Auch diese Dienstleistung ist im Paketpreis inbegriffen und nimmt locker zwei bis drei Stunden in Anspruch. Dazu kommen noch Fahrtkosten und natürlich die Fahrtzeiten. Damit der Fotograf auch zu den Orten kommt, benötigt er ein Auto, das natürlich auch bezahlt werden muss. Wenn dann noch das sogenannte Location-​Scouting hinzu kommt, also das Suchen von für Fotos geeigneten Orten, geht noch mehr Zeit dafür drauf. Allein dieser Teil der Vorbereitung nimmt also ganz locker fünf bis sechs Stunden in Anspruch. Rechnen wir nun also das Vorgeplänkel und die Besichtigung zusammen, liegen wir schon bei rund acht Stunden Dienstleistung.

Nach der Hochzeit, also dem „sichtbaren“ Teil der Arbeit, geht es dann an den Computer. Die entstanden Bilder müssen ausgewertet und vorsortiert werden. Das kann, abhängig von der entstandenen Menge der Fotos, auch schon eine bis zwei Stunden in Anspruch nehmen. Je nach Arbeitsweise, ich mache das gerne so, stellt der Fotograf dann dem frisch vermählten Paar eine Vorauswahl an Fotos zur Verfügung. Meist erfolgt das übers Internet, die dafür erforderliche Infrastruktur muss vorhanden und bezahlt sein. Spätestens jetzt geht es an die Nachbearbeitung der Bilder. Ausschnitte werden verändert, Farben verbessert, kleine Makel retuschiert. Je nach Foto dauert das zwischen einer und 20 Minuten (oder sogar noch länger). Der Computer und die Software, die für die Durchführung dieser Arbeit erforderlich sind, müssen natürlich auch bezahlt werden. Und ein vernünftiger Computer samt Bildschirm, der sich für die Bildbearbeitung eignet ist eben auch nicht für 299 € im Discounter zu finden (mein Computer samt Zubehör hat bspw. rund 3.000 € gekostet), von der Software ganz zu schweigen. Für Adobe Photoshop und Photoshop Lightroom bezahlt der Cloud-​Kunde auch noch mal 12 € monatlich. Gesichert werden wollen die Fotos natürlich auch, ein geeignetes Gerät kostet dann auch gerne 300 € und mehr.

Abhängig von der Menge der nachbearbeiteten Bilder kann es locker weitere 10 Stunden dauern, bis hier ein Ende in Sicht ist. Diese müssen dann noch für den Versand an das Ehepaar vorbereitet und schlussendlich versandt werden. Das dauert auch gerne noch mal eine Stunde.

Kein Bild ohne Kamera

Nicht zu vergessen ist natürlich die erforderliche Investition des Fotografen in Kameras, Objektive, Blitze, Lichtformer, Stative und was sonst noch so dazu gehört. Die wenigstens Hochzeitsfotografen werden mit einer Kamera auftauchen, da im Falle eines Ausfalls der Kamera dann gar keine Bilder mehr entstehen würden. Für verschiedene Aufnahmen braucht es verschiedene Objektive, und Objektive sind nicht billig. Und wenn das verfügbare Licht mal nicht ausreicht oder optimal geeignet ist, kommen Blitze zum Einsatz. Je nach Anspruch des Fotografen kommen so locker 5.000 — 20.000 € zusammen, die investiert werden mussten. Kameras halten eine Weile, aber auch nicht ewig, müssen also alle paar Jahre auch ersetzt werden. Wie oft hängt davon ab, wie viel mit ihr fotografiert wird. Die Mechanik der Spiegel in digitalen Spiegelreflexkameras hat nur eine bestimmte Lebensdauer. Auch diese Kosten müssen natürlich in den Preis der Hochzeitsfotografie eingerechnet werden. Und an einem Tag kommen da locker 2.000 — 5.000 Fotos zusammen, die geschossen werden. Gemessen an der Lebensdauer einer halbwegs hochwertigen DSLR-​Kamera von 150.000 oder noch mehr Spiegelschlägen sicherlich kein Problem, sollte aber nicht unerwähnt bleiben. Eine 2.000 € teure Kamera ist damit nach etwa 30 — 50 fotografierten Hochzeiten reif für den Elektroschrott.

Keine Aufträge ohne Werbung

Ohne Werbung wird man nicht gefunden, so viel ist klar. Die wichtigste Werbung dürfte sicherlich die Website sein, auf der der geneigte Leser sich ja gerade auch befindet. Die Erstellung und der Betrieb einer Website kostet natürlich Geld. Und Zeit, man muss schliesslich sein Portfolio aktuell halten und auch dafür sorgen, dass der Auftritt zeitgemäß bleibt. Alle drei bis fünf Jahre kann man also ohnehin die Website komplett neu machen. Wenn man nicht in der Lage ist, das selbst zu machen, darf man hier auch gut und gerne 1.500 € und mehr investieren.

Weitere Werbung kann man über die üblichen Verdächtigen wie Google, Instagram und Facebook schalten. Das Budget lässt sich komplett frei bestimmen und man muss natürlich keine Werbung schalten, aber um Reichweite zu bekommen bietet sich das durchaus an.

Kostenlos, aber dennoch zeitintensiv, ist natürlich auch die Pflege und Betreuung der Social-​Media-​Kanäle wie Instagram und Facebook. Die Follower wollen am liebsten täglich neue Inhalte sehen, Kommentare müssen beantwortet werden, alles Dinge, die Zeit und damit indirekt natürlich auch Geld kosten.

Visitenkarten und Flyer sind auch im digitalen Zeitalter nach wie vor sinnvoll. Auch diese müssen gestaltet werden, was mindestens Zeit kostet, wenn man es denn selbst macht, aber spätestens dann auch Geld kosten, wenn man sie drucken lässt. Verteilt sind sie dann noch lange nicht, auch das muss der Fotograf abdecken.

Das Thema Weiterbildung haben wir bis hierher auch noch nicht einbezogen. Die Hochzeitsfotografie entwickelt sich weiter und auch die Kameras und das Equipment machen Fortschritte, mit denen sich der Fotograf irgendwie beschäftigen muss. Ob er nun jemanden dafür bezahlt, ihm das beizubringen oder sich das alles in seiner Freizeit beibringt ist dabei natürlich unerheblich, teuer wird es so oder so.

Rechnen wir zusammen

Ich gehe bei meiner Beispielrechnung von einer Reportage aus, die üblicherweise rund 10 Stunden dauert und bei mir bspw. 999 € kostet. Zu den „sichtbaren“ 10 Stunden, die der Fotograf auf der Hochzeitsfeier zugebracht hat, kommen noch weitere ein bis zwei Stunden für das Vorgespräch und die Vertragsschließung hinzu. Es folgen zwei bis drei Stunden Besichtigung und eine bis zwei Stunden Location-​Scouting. Nach der Hochzeit werden dann weitere 10 bis 12 Stunden in die Bearbeitung und Bereitstellung der Fotos gesteckt. Rechnen wir das alles zusammen, liegen wir bei einem Zeitaufwand von rund 30 Stunden. An dieser Stelle läge mein Stundensatz also bei 33 €. Von diesen 33 € muss ich noch die Abnutzung des Fahrzeugs kompensieren und das Equipment bezahlen und halbwegs aktuell halten. Außerdem zahle ich Steuern. In meinem Falle sind das mindestens 19 % Umsatzsteuer, die von den 33 € noch abgehen. Und dann kommt noch die Einkommenssteuer, die bei etwa 40 % liegt. Ein hauptberuflicher Fotograf muss davon dann auch noch seine Versicherungen bezahlen, die für Selbstständige häufig deutlich teurer sind, als das bei Angestellten der Fall ist.

Wenn wir dann noch die indirekten Kosten für Werbung aus dem vorigen Absatz mit einrechnen, sinkt der Stundensatz noch weiter. Häufig bleiben nicht mehr als 25 € die Stunde übrig, ausgehend vom vorigen Rechenbeispiel.

Fazit

Hinter der offensichtlichen Arbeit steckt noch viel mehr, was die Gesamtkosten natürlich nach oben treibt. Da ich das nebenberuflich betreibe, kann ich eine Reportage für 999 € anbieten, ein hauptberuflicher Fotograf hingegen muss zwangsläufig mehr verlangen, wenn er nicht verhungern oder irgendwann ohne Geld für Auto und Equipment dastehen möchte. Außerdem finden die meisten Hochzeiten an einem Wochenende statt. In anderen Dienstleistungsbranchen wird bei Terminen am Wochenende sogar ein Aufschlag verlangt, bei Hochzeitsfotografen ist dieser inklusive …

Bitte bedenkt all das, wenn ihr nach einem Hochzeitsfotografen sucht und darüber stöhnt, dass das so teuer sei. Es ist und bleibt viel Geld, keine Frage, und Hochzeiten an sich sind schon sehr teuer. Auf der anderen Seite heiratet man aber (hoffentlich) auch nur ein Mal im Leben und diesen wunderschönen Tag möchte man doch in schönen Bildern festhalten lassen. Oder ?

Fotobücher von Saal Digital

Der Foto-​affinen Menschen sicherlich nicht unbekannte Anbieter für Foto-​Print-​Produkte Saal Digital hat aktuell u.a. bei Instagram diverse Werbeaktionen laufen. Man kann sich hier für Gutscheine für verschiedene Produkte bewerben. Ich habe die Gelegenheit genutzt und ein Fotobuch bestellt. Ich habe die Variante A4 gewählt, dem Buch einen weißen Lederumschlag spendiert, der auch noch wattiert ist und die Geschenkverpackung dazu gebucht. Mit 26 Seiten kam ich auf einen Gesamtpreis von rund 70 €.

Die Software, die Saal Digital zur Gestaltung der Bücher (und anderer Fotoprodukte) zur Verfügung stellt ist sowohl für den Mac als auch für Windows verfügbar. Leider ist sie in Adobe Air geschrieben, was sie recht träge macht. Langsam ist sie nicht, sie fühlt sich aber einfach träge und eben nicht nativ an. Da kommt vielleicht einfach der Informatiker in mir durch, aber ich würde eine native, direkt für macOS geschriebene Lösung bevorzugen. Andererseits finde ich es gut, dass es überhaupt eine Software für den Mac gibt, das ist bei deutschen Anbietern ja absolut keine Selbstverständlichkeit.

Saal Digital hat für das Thema Hochzeit, um das es mir hier ging, verschiedene Layouts vorgefertigt. Man kann aber auch selbst eigene Layouts erstellen und diese hochladen. Ich habe mich bei einer der Vorlagen bedient und sie dann von der Software automatisch mit Bildern befüllen lassen. Spannend fand ich, dass die Ergebnisse sich bei jeder Neuerstellung geändert haben. Manchmal versagte der Algorithmus aber auch und liess Platzhalter leer. Wenn man also mit dem ersten Vorschlag, den die Software unterbreitet unzufrieden ist, versucht man es einfach noch mal. Dieselben Einstellungen in der Software beim Erstellen des Produkts liefern jedes Mal ein anderes Ergebnis. Hat man eine passende Zusammenstellung gefunden, kann man diese speichern oder auch ohne sie zu speichern in die Anpassungen gehen.

Ich habe bei einigen Fotos den Bildausschnitt ändern müssen, da hier teilweise Köpfe oder andere Körperteile unvorteilhaft abgeschnitten waren. Manche Bilder habe ich im Nachhinein auch getauscht, was ohne Probleme möglich war. Die Software ist recht intuitiv. Ein Einfachklick lässt einen ein Objekt (also bspw. einen Rahmen) bearbeiten, ein Doppelklick das Element (sprich : das Foto) innerhalb des Objekts. Die Bedienelemente sind leicht verständlich und dürften auch einen Laien nicht überfordern.

Der Bestellprozess als solcher ist ziemlich Straight-​Forward : man bestätigt (oder ändert) noch mal alle Optionen, die man anfangs bei der Produkterstellung schon gewählt hat, legt dann das Produkt in den Warenkorb, gibt seine Adresse(n) ein und wählt die Zahlungsmethode. Direkt im Anschluss bekommt man noch eine E-​Mail, dass die Bestellung eingegangen ist und man per E-​Mail über den Fortschritt auf dem Laufenden gehalten wird.

Ich bin mit meinem Erlebnis ziemlich zufrieden.

Ich habe das Buch stellenweise abfotografiert, damit ihr euch ein Bild von der Druck– und Fertigungsqualität machen könnt. Ich kann den Anbieter definitiv empfehlen. Die Druckqualität ist wirklich toll, das Buch selbst, also die Haptik, ist es ebenfalls. Ob ich die Geschenkverpackung, die immerhin 20 € Aufpreis gekostet hat, noch mal bestellen würde, weiß ich aber nicht. Wünscht der Kunde es, gerne, aber mir selbst erscheint der Aufpreis nicht angemessen. Das, und die Tatsache, dass die Software in Adobe Air geschrieben wurde, sind aber auch die einzigen Kritikpunkte, die ich hervorzubringen habe.

DJI Osmo Mobile

Wer gerne filmt, kennt das Problem : Freihand aufgenommene Videos kennzeichnet insbesondere eines, das Wackeln. Da kann man noch so sehr versuchen, sich wenig auf und ab zu bewegen, man bekommt es einfach nicht raus. Die Hersteller von Kameras und Smartphones reagieren mit sowohl in Soft– als auch in Hardware gelösten Stabilisatoren, um dem Problem entgegen zu treten. In Software realisierte Stabilisatoren haben aber ein großes Problem. Man verliert einen Teil des Bildes, weil die verwendeten Algorithmen versuchen, vom Zentrum des Bildes aus das Gesamtbild stabil zu halten. Alle Bestandteile, die nicht in jedem Videobild zu sehen sind, werden mehr oder weniger abgeschnitten. So kann man mit einem 4 K-​Stream ein toll stabilisiertes 1080p-​Bild erzeugen, aber eben auch nicht mehr. Außerdem fehlt natürlich ein Teil der Informationen im Videobild. Das ist also, aller Einfachheit zum Trotze, eine eher unbefriedigende Lösung.

Der zweite Ansatz ist, die Kameralinse flexibel aufzuhängen. Sie bewegt sich also mit. Aber auch dieser Ansatz kann nur bis zu einem bestimmten Maße Bewegungen kompensieren und wird deswegen häufig mit in Software implementierten Lösungen kombiniert. Diese Lösung verspricht zwar eine höhere Auflösung und eine höhere Videoqualität, ist aber immer noch nicht optimal.

Beim DJI Osmo Mobile handelt es sich um einen so genannten Gimbal. Wer sich schon mal mit Kamera-​Coptern befasst hat, wird notgedrungen über diesen Begriff gestolpert sein, denn Luftaufnahmen ohne Gimbal sind einfach nur eins : furchtbar verwackelt. Jede bessere fliegende Kamera verfügt somit über einen solchen Gimbal, um sämtliche abrupten Bewegungen zu kompensieren und ein stabiles, weiches Video zu erzeugen. Aber auch am Boden machen sich solche Geräte gut.

Für meine Actioncam, die GitUp Git2 , habe ich schon vor geraumer Zeit einen Gimbal gekauft, den Rollei eGimbal G4 . Mit ein wenig Übung bekommt man wunderbar weiche Videos mit diesem Gerät gezaubert, das Gewackel ist verschwunden. Und die in Software realisierte Stabilisierung kann ausgeschaltet werden. Die Kamera ist für den Preis ein absoluter Hit, aber sie ist und bleibt eine Actioncam, deren Bild sich u.a. dadurch auszeichnet, dass es gerade zu den Rändern hin stark verzerrt. Das iPhone eignet sich deutlich besser als Kamera, insbesondere dann, wenn man die Videos mit denen aus anderen Geräten kombinieren möchte, die einen ähnlichen Aufnahmewinkel haben, wie bspw. meinem DJI Phantom 3 Standard Schneidet man das Material zusammen, prallen Welten aufeinander. Der Blickwinkel des Phantom entspricht in etwa dem eines iPhone, im Gegensatz zur typischen Actioncam, die einen deutlich größeren Winkel hat. Es gibt Software, mit deren Hilfe man diesen Effekt abschwächen oder gar ganz aufheben kann, diese bedeutet aber einen weiteren Schritt im Postprocessing. Also entschied ich mich, mein iPhone stabiler zu machen.

Vom Hersteller des Rollei-​Gimbal, Feiyu, gibt es auch einen Gimbal für das iPhone, der aber deutlich teurer ist, als sein Pendant für die GoPro-​kompatiblen Kameras. Er kann aber auch nicht mehr. Als DJI dann vor einer geraumen Weile den Osmo vorstellte, war mein Interesse geweckt. Der Preis war aber auch nicht ganz ohne, die Entscheidung schob ich auf. Bis jetzt vor Kurzem der Osmo Mobile vorgestellt wurde. Der Preis liegt in etwa auf dem gleichen Niveau wie das Gerät von Feiyu, die Funktionalität ist aber deutlich besser.

Der Osmo Mobile kann noch viel mehr, als „nur“ das Bild des iPhone zu stabilisieren. Über die DJI-​App DJI Go kann man Panoramen verschiedener Façon aufnehmen. Mithilfe des eingebauten Joysticks kann man die Aufnahmeposition des iPhone während der Aufnahme butterweich verändern. Der Osmo Mobile verfügt außerdem über Knöpfe, um sowohl eine Foto– als auch eine Videoaufnahme zu starten, ohne das iPhone dazu berühren zu müssen. Mit dem ActiveTrack-​Feature kann man dafür sorgen, dass der Gimbal, sofern er stabil steht, den Bewegungen eines markierten Objekts, bspw. einer Person folgt. Mit Motion-​Timelapse kann man automatisiert bewegte Zeitraffer-​Aufnahmen erstellen. Bewegt in dem Sinne, dass sich das Telefon über das Motiv bewegt.

Gerade für Hochzeits– und Urlaubsfilme ist ein solches Gerät eine echte Bereicherung. Ich freue mich schon jetzt drauf, dieses auf der nächsten Hochzeit einsetzen zu können.

Nadja und Sergej

Stabil und günstig

Bis vor Kurzem plagte ich mich noch mit einem unsäglichen Drei-​Wege-​Kopf auf meinem Stativ rum. Ich wollte unbedingt ein leichtes, kompaktes Reisestativ haben, das ich bei Cullmann auch fand. Leider war das Stativ aber mit einem 3-​Wege-​Kopf ausgestattet. Wie diese Dinger nerven. Bis man da endlich den richtigen Winkel getroffen hat, ist es nachts. Nein, natürlich nicht, aber mal eben schnell ist mit so einem Kopf nicht, wenn man die Kamera, die natürlich auch einiges wiegt, präzise ausrichten möchte.

Jetzt beschäftigte ich mich aber doch noch mal mit der Materie und schaute mich auf dem Stativmarkt um. Wer möchte, kann richtig viel Geld für diese Dinger ausgeben. Die verwendeten Materialien in der Oberklasse lesen sich dafür aber auch wie das Who is Who der Leichtbauklasse. Für den Anfang darf es aber ruhig etwas günstigeres sein. Die Hauptsache für mich war aber, dass dieses Mal ein Kugelkopf zum Einsatz kommt. Sekundär, aber auch nicht unwichtig, war die Arbeitshöhe.

Ich ließ mir zwei Stative kommen, das mantona Scout MAX und das AmazonBasics Stativ mit Kugelkopf. Beide spielen von den technischen Daten her in etwa der selben Liga. Das mantona fand ich in einer Vergleichstabelle von Stativen unter den Preis-​/Leistungshits. Es kostet mit Tasche in etwa 100 €. Das Amazon sollte, trotz sehr ähnlicher Daten, nur etwas mehr als die Hälfte kosten. ich verglich also beide Stative miteinander, um mir selbst ein Bild zu machen.

Das mantona ist in der Tat besser verarbeitet und macht insgesamt einen wertigeren Eindruck als das Dreibein von Amazon. Es hat aber auch nicht nur Vorteile : Die Arretiervorrichtung für die Beine ist so schwergängig, dass ich nach einigen Verstellvorgängen Schmerzen im Daumen hatte. Das restliche Handling ist aber tadellos. Alle Hebel und Griffe sitzen an der richtigen Stelle und lassen sich einfach verstellen.

Das Stativ aus dem Hause Amazon überzeugte mich vom ersten Eindruck an mit seiner geringeren Packgröße. Gerade beim Reisen nicht gerade unwichtig. Außerdem finde ich die Idee, die Beinhöhe nicht über Clips, sondern mit Gewindeschrauben einzustellen ziemlich clever. Fühlt sich angenehmer an und geht nicht so sehr auf die Finger. Der Kugelkopf ist leichtgängig und etwas kleiner und leichter als der des mantona-​Stativs. Dadurch fühlt er sich zwar weniger wertig an, wiegt dafür aber auch weniger. Auch das ist in meinem Falle ein Pluspunkt, da ich das Stativ auf meinen Reisen immer mit mir führen möchte.

Die Arbeitshöhe von rund 157 cm bei beiden Stativen empfinde ich als ausreichend. Gerade bei schweren Objektiven hätte ich eh ein wenig Sorge, dass die Kamera zu schnell umkippt, wenn sie noch höher steht.

Meine erste Reise mit dem Stativ trete ich zeitnah an. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es mir gute Dienste leisten wird. Wer in der Preisklasse unter 100 € nach einem Stativ mit hoher Arbeitshöhe und Kugelkopf sucht, sollte sich das AmazonBasics-​Stativ, aber auch das von mantona näher anschauen.

Mein neues Reisezoom : AF-​S DX NIKKOR 18 – 105 MM 1 :3,5 – 5,6G ED VR

Noch sperriger geht ein Name wohl kaum, aber sei es drum. Kürzlich bestellte ich mir das Buch Die Fotoschule in Bildern. Fotografieren auf Reisen von Stefano Paterna. Ein sehr lesenswertes Buch, wenn man gerne auf Reisen fotografiert. Stefano beantwortet in diesem Buch viele Fragen, die man als geneigter Reisefotograf hat. Unter anderem auch die Frage des Equipments. Ich frage mich immer, ob es wirklich notwendig ist, wenn ich auf Reisen fast mein gesamtes Equipment mit mir herumschleppen muss. Andererseits hatte ich schon immer Schwierigkeiten, mich festzulegen. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden, welche Linse(n) zuhause bleiben muss.

Stefano schilderte in diesem Buch, dass er den Großteil seiner grandiosen Bilder mit einer Vollformatkamera und einer Brennweite von 24 — 105 mm geschossen hat. Gut, mit einer Vollformatkamera kann ich nicht dienen, aber die Brennweite sollte sich doch so in etwa finden lassen. Und ich bin fündig geworden. Das AF-​S DX NIKKOR 18 – 105 MM 1 :3,5 – 5,6G ED VR entspricht in etwa der Brennweite, die Stefano als mitnehmenswert empfindet.

Jetzt war es vor wenigen Tagen so weit : ich musste geschäftlich nach Rom. Da ich nicht gewillt war, stundenlange Zwischenstopps an Flughäfen in Kauf zu nehmen, entschloss ich mich, einen Tag hinten dranzuhängen. Die gewonnene Zeit sollte fotografisch genutzt werden. Das frisch erworbene NIKKOR-​Objektiv landete nebst Aufsteckblitz (ich berichtete), Gorilla-​Stativ und kompakter Kameratasche im Handgepäck. Und tatsächlich fehlte es mir an gar nichts. Ich befürchtete erst, dass ich mit maximal 105 mm Brennweite nicht weit käme, aber auf der anderen Seite will ich Gebäude und Menschen fotografieren, keine wilden Tiere. Das untere Ende des Brennweitenbereichs war mit 18 mm für den Stadtbetrieb optimal. Und, im Gegensatz zu einem mittlerweile wieder verkauften Reisezoom mit einem Brennweitenbereich von 18 — 250 mm enttäuscht die NIKKOR-​Linse auch nicht mit zu geringer Schärfe.

Mit diesem Objektiv ist Nikon, die guten Rezensionen bei Amazon bestätigen dies, wirklich ein großer Wurf gelungen. Das Objektiv ist leicht, verfügt über einen eingebauten Bildstabilisator und ist dazu auch noch ziemlich kompakt. Alles Attribute, die einem Reiseobjektiv zugute kommen. Und bei einem Preis von deutlich unter 250,- € kann man hier wirklich nicht viel falsch machen.

Wer also gerne mit leichtem Gepäck verreist und trotzdem gute Bilder machen möchte, sollte sich, sofern er Nikon-​Fotograf ist, diese Linse genauer anschauen. Meine Empfehlung hat sie. Meine Reisebilder aus Rom zeigen auch eindrucksvoll die Abbildungsleistung der Linse. Bis auf eine gewisse Perspektivenkorrektur und Weißabgleichanpassungen sind die Bilder nahezu unbearbeitet. Die Schärfe entspricht dem, was die Linse zulässt.

Gutes muss nicht immer teuer sein

Das stimmt tatsächlich. Als mein guter alter Blitz kürzlich das zeitliche segnete und ich mich bei den üblichen verdächtigen, also zum Beispiel Nikon, umgeschaut habe, staunte ich nicht schlecht über die aufgerufenen Preise. Rund 400 € möchte Nikon für sein Spitzenmodell, den SB-​910 haben. Der ist sein Geld sicherlich auch wert, mir aber nicht.

Ich schaute mich also nach Alternativen und um landete als nächstes bei Metz. Aber auch Metz will für die Topmodelle noch rund 200 € sehen. Ich bin kein Berufsfotograf und brauche den Blitz eher gelegentlich. Sprich : 200 € war und bin ich einfach nicht bereit, zu investieren.

Die Suche ging also weiter. Bis ich schließlich auf diverse Nachbauten, wenn auch keine exakten, des SB-​910 stieß. Davon gibt es einige. Ich bin über die Hersteller Yongnuo, Meike, Shanny und Neeweer gestolpert. Alles wie es scheint chinesische Hersteller, die mit ihren Produkten Nikon (und Canon) direkt Konkurrenz machen wollen. Deren Spitzenmodelle, allesamt Systemblitze inklusive Master-​Fähigkeit, liegen bei läppischen 100 €. Ein Betrag, den ich schon eher zu akzeptieren bereit war.

Ich habe mir alle vier kommen lassen und sie im Kurztest miteinander verglichen, um mich für einen zu entscheiden :

Der Meike Speedlite MK910 kam als erstes und überzeugte mich von der ersten Minute an. Haptik, Gewicht, Display, Einstellungsmöglichkeiten und nicht zuletzt natürlich die hohe Leitzahl von 60 hinterließen einen sehr guten Eindruck. Leider konnte ich keinen Diffusor für den Blitz finden.

Der Yongnuo YN-​568EX kam als nächstes. Der erste Eindruck war nicht schlecht, reichte aber nicht ansatzweise an den MK910 ran. Generell machte er einen eher angestaubten Eindruck. Das Display grün auf schwarz, der Blitzkopf selbst muss jedes mal ent-​arretiert werden, bevor er bewegt werden kann (was sicherlich auch Vorteile hat, mich nervte es aber einfach nur im Handling) und dann noch überschüssiges Schmieröl am Gelenk. Außerdem wirkte das Plastik billig. Das Ding wanderte nach wenigen Minuten wieder in seine Verpackung. Die Ausleuchtung war erwartungsgemäß prima, aber sonst …

Dann erhielt ich den Shanny SN600SN. Bei diesem Blitz verhielt es sich ähnlich wie beim Modell von Yongnuo : er wirkte irgendwie angestaubt. Der Blitzkopf bewegte sich nicht flüssig. Und auch hier hatte ich das Gefühl, dass das billigste Plastik verwendet wurde, was zu bekommen war. Der Gesamteindruck war also ähnlich. Ausleuchtung toll, Rest … na ja.

Als letztes kam der Neewer NW910, der, wie sich herausstellte, baugleich zum Meike MK910 ist. Nur fand ich hier gleich noch zwei Diffusoren in der Packung. Das Zubehör, das mir beim Modell von Meike fehlte. Ansonsten waren beide Blitze exakt gleich. Nur der Schriftzug war anders.

Schlussendlich habe ich mich dann für den Neewer NW910 entschieden. Mit einem Preis von unter 100 € samt zwei Diffusoren und Tasche ein absolutes Schnäppchen. Ich konnte bisher leider noch keinen Vergleich zum Nikon SB-​910 anstellen und vermute, dass dieser noch eine ganze Ecke besser ist, aber ich, für meine Ansprüche, bin mit dem NW910 sehr sehr glücklich. Wer also einen lichtstarken Blitz mit allen Features, die man von einem modernen Systemblitz erwartet braucht, ist damit sicherlich gut beraten.